Ringvorlesung:
Mensch und Gesellschaft – Impulse für die Schule der Zukunft

vom 21.01. bis 15.07.2026

jeweils Mittwochs 17:30 Uhr

 

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21.01. Wilfried Gabriel
Die Waldorfschule als rollende Reform – Aspekte zu ihrem Gründungsimpuls und gesellschaftlichen Auftrag
04.02. Magret Rasfeld
Die Herzen bilden, die Menschen empowern! Transformative Bildung in transformativen Zeiten.
Freitag
13.02.
Anfangszeit: 19:30 Uhr!
Helmy Abouleish
Sekem – eine Schule der Zukunft
25.02 Ernst-Christian Demisch
„Erziehung zur Freiheit“…und dann? Von den Impulsen bei B. Franklin, W. von Humboldt und R. Steiner für unsere Zukunft.
11.03. Hans Hutzel
DemokratieKultur in Waldorfschulen: Anspruch und Potenziale, Theorie und Empirie
25.03. Christa Greshake-Ebding
Verstehen – Voraussetzung für eine menschengemäße Entwicklung und für ein gesundes soziales Klima
15.04. Griet Hellinckx
Resilienz durch gelebte Spiritualität – Wissenschaftliche Erkenntnisse und praktische Impulse
29.04. Klaus-Peter Freitag
„Ich mach mir die Welt so wie sie mir gefällt. Qualitätsentwicklung an Waldorfschulen“
06.05. Benjamin Bembé
Biodiversität und Gesundheit I:
Landwirtschaftsformen, Artensterben und Mikrobiom

20.05. Benjamin Bembé und Bernd Rosslenbroich
Biodiversität und Gesundheit II:
Beispiele für sozial-ökologische Projekte und die Bedeutung der Schule

17.06. Jost Schieren
Erziehungskunst – Der Kunstbegriff in der Pädagogik
01.07. Tobias Hartkemeyer
CSX Hof-Schule Pente – Handlungspädagogik und Dialogische Intelligenz
15.07. Bernd Rosslenbroich
Vom Ursprung des Spiels in der Evolution und seine Bedeutung in der Entwicklung des Kindes

vorläufiges Programm Stand November 2025, Änderungen vorbehalten

 

 

Aufzeichnungen der Ringvorlesung 2026

Christa Greshake-Ebding

„Verstehen – Voraussetzung für eine menschengemäße Entwicklung und für ein gesundes soziales Klima“

Der Vortrag am 25.3.26  widmete sich der Frage, wie Verstehen als grundlegende menschliche Fähigkeit zu einer menschen­gemäßen Entwicklung und zu einem gesunden sozialen Klima beiträgt.
Ausgehend von der Idee des Menschen als Verstehenswesen spannte die Referentin einen großen Bogen von den Sinnen über Sprache und Autonomie bis hin zu Fragen von Mitgefühl, Beziehung und Verantwortung. Anhand des Bildes eines gemeinsamen „Aufstiegs“ wurde deutlich, wie sich Wahrnehmung, Bewusstsein und soziales Miteinander vertiefen können. Der Vortrag wurde von den Teilnehmenden als inhaltlich anregend und sehr bereichernd aufgenommen. Der Vortrag wurde mit Beispielen aus der Literatur bereichert.

Jost Schieren

„Erziehungskunst – Der Kunstbegriff in der Pädagogik“

Der Vortrag von Jost Schieren widmete sich der Frage, was unter „Erziehungskunst“ zu verstehen ist und welche Bedeutung der Kunstbegriff für eine zeitgemäße Pädagogik hat. Ausgehend von der Frage nach der Planbarkeit von Erziehung zeigte Schieren, dass pädagogisches Handeln immer auch mit Offenheit und Unverfügbarkeit verbunden ist. Anhand verschiedener Aspekte künstlerischer Erfahrung – von der Intensität des Erlebens über Imagination und Erfindungsfähigkeit bis hin zur Erfahrung von Schönheit – wurde deutlich, wie Kunst neue Zugänge zur Welt und zum Lernen eröffnen kann. Dabei ging es auch um die Bedeutung von Sinneserfahrung, körperlicher Präsenz und einer unmittelbaren Beziehung zur Welt.
„Erziehungskunst“ bedeutet dabei nicht, Kinder zu Künstlern zu machen, sondern Pädagogik selbst als eine künstlerische Tätigkeit zu verstehen: als die Fähigkeit der Lehrenden, aufmerksam wahrzunehmen, Situationen kreativ zu gestalten und Räume für eigene Erfahrungen und Entwicklung zu eröffnen.

Hans Hutzel

„DemokratieKultur an der Waldorfschule: Anspruch und Potentziale, Theorie und Empirie“

Der Vortrag von Hans Hutzel widmete sich der Frage, wie eine lebendige Demokratiekultur an Waldorfschulen gestaltet und als Teil des schulischen Alltags erlebbar werden kann. Ausgehend von aktuellen Herausforderungen für die Demokratie zeigte Hutzel die besondere Verantwortung von Schule und Pädagogik auf. Im Mittelpunkt standen dabei Vertrauen, Urteilsbildung und echte Beteiligung sowie die Bedeutung von Selbstverwaltung und gemeinsamer Wertebildung. Anhand von Beispielen aus der schulischen Praxis wurde deutlich, dass Demokratie nicht nur als politisches System, sondern als erlernbare Lebensform verstanden werden kann. Dabei wurden auch Spannungsfelder und Herausforderungen innerhalb der Waldorfpädagogik offen reflektiert. Der Vortrag wurde von den Teilnehmenden als fundiert, anregend und praxisnah aufgenommen.

Klaus-Peter Freitag

„Ich mach mir die Welt so wie sie mir gefällt. Qualitätsentwicklung an Waldorfschulen“

Der Vortrag von Klaus-Peter Freitag widmete sich der Frage, wie zeitgemäße Qualitätsentwicklung an Waldorfschulen gestaltet werden kann. Ausgehend von den aktuellen Herausforderungen der Schulentwicklung zeigte Freitag einen Perspektivwechsel auf: weg vom „Leidensdruck“ hin zu einem gestaltenden und zukunftsorientierten Verständnis von Qualitätsentwicklung. Im Mittelpunkt standen dabei die aktive Mitwirkung aller Beteiligten, Selbstwirksamkeit, Anerkennungskultur, Akzeptanz und Verantwortungsübernahme. Anhand konkreter Beispiele aus der pädagogischen Praxis wurde deutlich, wie Intervision, Hospitation, Portfolio- und Mentorenarbeit zur gemeinsamen Entwicklung von Schule beitragen können. Dabei wurde Qualitätsentwicklung als lebendiger Lern- und Entwicklungsprozess verstanden, der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander verbindet..

Helmi Abouleish

„SEKEM eine Schule der Zukunft“

Der Vortrag von Helmi Abouleish widmete sich der Frage, wie eine ganzheitliche und menschenzentrierte Entwicklung von Landwirtschaft, Wirtschaft, Bildung, Gesundheit und Kultur gestaltet werden kann. Ausgehend von der Vision seines Vaters Ibrahim Abouleish stellte er die Initiative SEKEM vor und zeigte, wie biodynamische Landwirtschaft auch unter den Bedingungen der ägyptischen Wüste erfolgreich umgesetzt werden kann. Im Mittelpunkt stand dabei die Verbindung von wirtschaftlicher Entwicklung, sozialer Verantwortung und einer werteorientierten „Wirtschaft der Liebe“. Anhand konkreter Beispiele aus Landwirtschaft, Produktion und Bildung wurde deutlich, wie Praxis, kulturelle Arbeit und lebenslanges Lernen miteinander verbunden werden können. Dabei wurden auch die Bedeutung von Gemeinschaft, Gesundheit und Prävention sowie die langfristigen gesellschaftlichen Perspektiven der SEKEM-Initiative beleuchtet. Der Vortrag eröffnete neue Perspektiven auf nachhaltige Entwicklung und wurde von den Teilnehmenden mit großem Interesse aufgenommen..

Du hast Fragen zum Bachelor Waldorfpädagogik?

Christa Greshake-Ebding

Christa Greshake-Ebding

Campus Witten
Dozentin für Sprachen

Fon +49 2302 9673-230
Mail: greshake-ebding@waldorfinstitut.de

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